top of page

Befreiende Strukturen: Wie Transparenz den Raum für Innovation öffnet

Radikale Partizipation bei einer globalen Fusionen: Von der Lähmung zur Mitgestaltung durch gemeinsames Alignment.

In klassischen Management-Strukturen werden Informationen oft vorenthalten oder nur dosiert weitergegeben. Häufig herrscht die Annahme vor, so die Kontrolle zu behalten, doch stattdessen entsteht eine Kultur der Intransparenz. Die Folge: Rückmeldungen kommen zu spät, die Motivation sinkt und die Beteiligten verlieren die Lust am Mitgestalten, weil sie sich nicht eingebunden fühlen.


Bei der Zusammenführung zweier globaler Abteilungen entschied ich mich für den Gegenentwurf: Radikale Transparenz von Tag eins an. Noch bevor Entscheidungen zementiert waren, initiierte ich Vorab-Meetings und Stakeholder-Abfragen, um Betroffene zu Beteiligten zu machen. Die Projekt-Meetings wurden zum Dialograum: Die Beteiligten konnten jederzeit selbst Klärungen einfordern, eigene Themen anstoßen sowie Engpässe und Risiken offen kommunizieren.


Ich habe nicht nur Meilensteine gesetzt, sondern eine Infrastruktur der Beteiligung geschaffen. Pläne waren dabei keine starren Vorgaben, sondern ein Rahmenwerk, das den Weg bereitet. Durch eine begleitende Online-Plattform hatten alle jederzeit Zugriff auf die aktuellsten Dokumente und Trainings. Niemand war auf eine selektive Informationsweitergabe von oben angewiesen; alle durften direkt zum Gelingen des Projektes beitragen.


Ohne es damals so zu nennen, nutzte ich die Prinzipien der Liberating Structures: Ein Umfeld, das die Sicherheit gibt, über sich hinauszuwachsen. Das Ergebnis war beeindruckend: Das Ergebnis war beeindruckend: Weil die Menschen Kritik frei äußern und Ideen einbringen konnten, fanden sie pragmatische Lösungen für operative Prozesse, die kein Plan hätte vorhersehen können. In iterativen bereichsübergreifenden Brainstorming Sessions entwickelten sie gezielte Tools zur Effizienzsteigerung oder Workflow-Automatisierungen, die aktiv Widerstände im Wandel abbauten. Dadurch entstanden Synergien, die Abteilungsgrenzen überwanden und das Projekt langfristig tragfähig machten.


Was ich daraus für meine Arbeit heute ziehe: Echte Transformation braucht Transparenz und ein solides Fundament. Beteiligung entsteht nicht nur in Post-it-Workshops, sondern in Strukturen, die Scheitern mit Lernen verbinden. Wenn Informationen fließen und Prozesse für Klarheit sorgen, kommen Menschen aus der Deckung. Heute unterstütze ich Organisationen dabei, genau diese „Sicherheits-Architekturen“ zu bauen – damit aus einem Plan eine Bewegung wird, die von innen heraus wächst.

Empowerment in Zahlen

100

Projekt

2

Schulen

15

Jahre Durchführung

bottom of page